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Herbe Enttäuschung beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps

Beim größten GT3-Rennen der Welt, den 24 Stunden von Spa-Francorchamps, trat Herberth Motorsport mit drei Porsche 911 GT3 R an. Vom 26. bis 31. Juli war die Mannschaft aus Bayern auf dem Kurs in den Ardennen unterwegs und versuchte, sich im stark besetzten Feld zu behaupten. Trotz starker Vorstellung blieb der Rennstall rund um Robert und Alfred Renauer hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Spitzenplatzierungen in den vorangegangenen Läufen sowie ein vielversprechendes Fahreraufgebot machten Hoffnung aufs Podest beim Langstreckenklassiker in Belgien. So waren es Antares Au, Kevin Tse, Dylan Pereira und Jaxon Evans, die im Fahrzeug mit der Startnummer 9 in der Pro-Am-Wertung an den Start gingen. Mit Stefan Aust, Niki Leutwiler, Nico Menzel und Alessio Picariello (Startnummer 24) ging ein weiteres Quartett in der Klasse an den Start. In einem dritten Porsche 911 GT3 R wechselten sich einmal mehr Ralf Bohn sowie die beiden Renauer-Brüder hinter dem Steuer ab. Das Trio gehört 2022 zu den Titelanwärtern im Gold Cup der GT World Challenge.

„Unsere drei Autos waren richtig gut besetzt. So gut, dass wir in beiden Klassen zu den Schnellsten gehörten. Das konnten wir in den Trainings und auch während der ersten Stunden des Rennens unter Beweis stellen“, sagte Robert Renauer. Mit Einbruch der Nacht sollte sich das Blatt jedoch wenden beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps. Nachdem bereits das Fahrzeug #9 abgestellt werden musste, folgte der Ausfall für das im Gold Cup bis dato führende Schwesterauto #911.

Dass wenige Stunden vor Schluss auch noch der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 24 infolge einer unverschuldeten Kollision im Kiesbett landete, machte die Enttäuschung vollkommen. Besonders bitter daran: Bis zum Zwischenfall lagen Aust, Leutwiler, Menzel und Picariello mit großem Vorsprung an der Spitze der Pro-Am-Klasse.

Trotz des dreifachen Ausfalls zeigt sich Alfred Renauer zuversichtlich. „Jetzt heißt es, Mund abwischen und nach vorn blicken. Natürlich sind wir nicht zufrieden, aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen. Das Wochenende wird analysiert und dann blicken wir auf die nächsten Läufe“, so der 37-Jährige. Vom 2. bis 4. September bekommen er und seine Teamkollegen eine neue Chance – dann beim Heimspiel der GT World Challenge auf dem Hockenheimring.